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Wunsch ist Wunsch, Teil 1: Fantastischer Grusel

Mir wurde der Wunsch von Andreas (http://www.andreasmarcus.com/) zugelost:

„Ein Horrorszenario/Kurzabenteuer in einem klassischen Fantasysetting, dass sich gut für einen One-Shot (spielt sich an einem Abend durch) eignet“

That’s a tough one, I have to admit.

Ein Abenteuer, das nach Möglichkeit nur einen Abend lang dauert, geschenkt. Horror, auch kein Thema, ich spiele ja nun gerne Cthulhu und Unknown Armies, ersteres gerne mit selbsterdachten Szenarien. Aber Horror in einem Fantasysetting? Das ist schwierig, denn für mich ist eine klassische Fantasywelt bevölkert von Helden, die sich per se schon mal nicht wirklich fürchten und einen Vampir oder Werwolf herzhaft anlachen und dann mit einem magischen Artefakt besiegen, und armen Schluckern, die mehr oder minder an hochmittelalterliche Menschen angelegt sind, die sowieso vor allem Angst haben, was sich jenseits der Grenze ihres Dorfes, ihres Stadtviertels oder ihres Klosters befindet.

Also: Wunsch unerfüllt lassen? Absolutes No go, ich möchte ja auch, dass mein Wunsch erfüllt wird. Wunsch halb erfüllen? Noch einen Horror-Oneshot braucht mein Portfolio nicht wirklich, da sind schon welche drin.

Und während ich noch am „klassischen Fantasysetting“ knabbere und meinen Blog überfliege, muss ich mich fragen, ob ich manchmal von zwölf bis mittag denke (ich schiebe es auf den Umzugsstress..). Denn genau das, was Andreas sich wünscht, habe ich bereits einmal geleitet:

https://storiesandcharacters.wordpress.com/2012/08/30/malmsturm-die-chroniken-von-udyra-diary-of-sessions/

Ich weiß jetzt nicht genau, was mit „klassischem Fantasysetting“ gemeint ist (ja, ich hätte einfach fragen können, aber der Dezember kommt immer so schnell, und der Umzugsstress – ich hab es einfach versäumt), aber die „Chroniken von Udyra“ waren nie als solches angelegt. Für mich persönlich gehören zu „klassisch“ Elfen, Zwerge und Orks. Das macht aber insofern gar nichts, weil auch die in das Szenario gut eingebaut werden können.

Aber zurück zum Abenteuer: Grundprämisse des damaligen Abenteuers war das allseits bekannte und beliebte (weil relativ einfach) Closed-Room-Szenario. Die Idee, dass eine Gruppe Wanderer auf ihrer Wanderung durch die winterliche Landschaft in einem Fort oder einem ähnlichen abgeschlossenen Ort vorbeikommt und durch meist klimatische Widrigkeiten an der Weiterreise gehindert wird, ist allerdings ursprünglich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern der Plot des (recht kurzweiligen) kanadischen Horrorfilms „Ginger Snaps 3 (http://de.wikipedia.org/wiki/Ginger_Snaps_III_%E2%80%93_Der_Anfang). Ich hoffe, das stört den Wunschersteller nicht, aber ich muss ja nicht unbedingt das Rad erfinden, wenn eine Idee schon dreimal gut funktioniert hat (meinen Spielern damals hat die Runde jedenfalls viel Spaß gemacht, der Film lohnt ein Angucken, und unsere darauf basierende Dogs in the Vineyard-Runde war auch sehr spannend), wird sie auch mit Sicherheit ein viertes Mal funktionieren.

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[Karneval der Rollenspielblogs] 1W6 Locations..

.. in der Postapokalypse.

1 – Auf dem Autofriedhof, auf der Suche nach Ersatzteilen
2 – In der verfallenen Fabrik
3 – In einem berühmten verfallenen Bauwerk, immer auf der Suche nach Vorräten und im Schutz der Dunkelheit, denn viele verschiedene Gruppierungen teilen sich das Gebäude, und nicht alle sind Dir freundlich gesonnen
4 – Im Bunker
5 – Im Schutz der Wälder
6 – Im Wüstenlager der Nomaden, bei denen du die Ersatzteile gegen andere wichtige Güter tauschst

Dies ist ein Beitrag zum Karneval der Rollenspielblogs im Monat Oktober, gestartet von Blechpirat, zum Thema „Orte“.

Startbeitrag im Forum von rsp-blogs

Startbeitrag auf Richtig spielleiten!

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[Karneval der Rollenspielblogs] Driven by character

oder: Vom charakterzentrierten Spiel

Während ich Engors Fragebogen ausgefüllt habe, fiel mir eine Frage besonders auf:  Das Wertedilemma: Welche Werte passen zu einem NSC, der einen ebenbürtigen Gegenpol für die Spielercharaktere darstellt?

Ich habe sie bereits beantwortet in dem oben verlinkten Artikel, aber während ich das tat, kam mir ein ganz anderer Gedanke. Müssen die Gegenspieler und NSCs, die die Charaktere treffen, unbedingt immer Werte haben? Reicht es nicht aus, sie als reine Charaktere zu sehen? Und kann ein Spiel funktionieren, das sich rein auf die Charaktere an sich beruft? Und kann Tiefe entstehen, wenn ein Charakter sich nur durch Zahlen auszeichnet, und nicht durch eine Motivation und einen Hintergrund?
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 2

Und hier geht es gleich munter weiter mit der zweiten Hälfte der Fragen:

– Es sind zu viele! Wie organisiert man einen Überblick über eine große Anzahl an NSCs und wie stellt man dies den Spielern gegenüber dar?
Achja, jeder kennt das: Zwei NSCs unterhalten sich, und plötzlich hat man als Spielleiter das Gefühl, eine Art Bauchredner oder Bühnenkomiker zu sein. Sobald noch ein dritter NSC dazu kommt, wird es dann erst recht unübersichtlich. Einfachste Lösung: Die NSCs werden an die Spieler ausgelagert. Dazu muss natürlich klar sein, was die Ziele des NSC sind, und was ihn ausmacht, aber fünf Minuten für ein Briefing sollte ein SL haben, wenn er sich nicht über weite Strecken mit sich selbst unterhalten will.
Ähnlich ist auch unser SL bei unserer SR3-Runde vorgegangen, allerdings ging es dort um eine Kampfhandlung. Weil es für den Spielleiter nicht mehr möglich war, die Spielercharaktere und die Gang, die eben diese angriff, und weitere Gegner im Auge zu behalten, wurde die Gang kurzerhand an eine Spielerin ausgelagert, deren Charakter bereits bewusstlos war. Die Spielerin ging übrigens sehr in ihrer Rolle als Elfengang auf…
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 1

Ein Karneval, dessen Oberthema „Lebendige NSCs – wie man Figuren Tiefe verleiht“ ist, kann natürlich nicht ohne den Blog auskommen, in dessen Namen das Wort „character“ vorkommt. Wenn ich es schon nicht schaffe, meine Rubrik „A story and a character“ zu füllen, dann kann ich wenigstens Engors Karnevalsthema aufgreifen und mich mit der Frage beschäftigen, wie man denn nun den Statisten, den Stichwortgebern und dem Personal aus der zweiten Reihe eine Stimme und Substanz verleiht.
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Schnitzel-Auflösung

Hier habe ich nach dem Namen einer Band gefragt, die basierend auf ihren Texten ein eigenes Rollenspiel veröffentlich hat. Der erste Buchstabe des Namens war Teil des Lösungswortes für die Schnitzeljagd.

Die Band heißt natürlich Abney Park, und somit war das „a“ der gesuchte Buchstabe.

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[Karneval der Rollenspielblogs] Rollenspiel 2.0

Dies ist ein Beitrag im Rahmen des Blog-Karnevals „Neue Version – was nun?“

Der Startbeitrag auf Zornhaus Blog

Zur Diskussion bei rsp-blogs

Im Forum von rsp-blogs.de wird viel und gerne diskutiert, unter anderem auch zu den Karnevalsthemen. Das für den Monat Juni lautet „Neue Version – was nun?“ und schien bisher eher nicht soviele Blogger zu begeistern. Klar, es ist eher ein „Meta-Thema“, zu dem man eher weniger spielbares Material herausbringen kann (wobei es Blogger gibt, die auch das schaffen), aber anscheinend eines, was dem Organisator sehr am Herzen liegt.

Allerdings war meine erste Überlegung „Ich hab noch nie das System gewechselt“ (zählt eine einmalige DND 3.5 – Runde als Versionswechsel zu ADND 2nd?) und meine zweite „Ich habe lange SR 3 gespielt. SR4 fand ich komisch beim ersten Mal, beim zweiten Mal gings dann, aber es ist nicht mehr mein Shadowrun“.

Ziemlich ergiebig, so ein Zwei-Sätze-Beitrag. Ich kann noch nicht mal genau sagen, was mich an SR4 gestört hat, deswegen kann ich dazu auch keine weiteren Ausführungen zu machen (mal ganz abgesehen davon, dass es sicher keinen interessiert, warum mich der Wechsel von uralt zu alt gestört hat).

Also doch kein Artikel für den Karneval diesen Monat. Dann aber brachte mich Zornhau selbst auf eine Idee: „Gerade Boyscouts Wunsch nach einer „neuen Version des Rollenspiels“ insgesamt, also einer Art „Rollenspiel 2.0“, nicht nur neue Regeln, sondern ALLES neu, gäbe sicher einen wirklich gehaltvollen Artikel ab.“
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[Wunsch ist Wunsch] Zu spät, zu spät.. (Wünsch dir was, Teil 1)

.. ich fühle mich gerade ein wenig wie das Kaninchen aus „Alice im Wunderland“, schließlich ist morgen Heiligabend und ich hab noch nicht den Wunsch meines Blog-Wichtelkinds erfüllt!

Aber ich bin ja bekanntermaßen Perfektionistin (also keine halbgaren Wünsche) und bekennend anglophil (presents will be available on 25th December – what is that „Heiligabend“ again?), also kann ich noch innerhalb der Frist zumindest den ersten Teil meines Wunsches einreichen.

Mein Wunsch dieses Jahr kam von Lars-Alexander von Mad-Kyndalanth und lautet:

Ich wünsche mir „ein sinnvolles und effektives Überlebenspaket für einen wandernden Abenteurer durch dünn besiedeltes Waldlandgebiet und Hügellandschaft.“

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Here comes the bogeyman

Und da bin ich doch noch vor der Pause mit einem Beitrag zum Rollenspielkarneval diesen Monat zum Thema „Monster“.

Startbeitrag bei rsp-blogs

Startbeitrag des Organisators

Das Monster unter dem Bett – auch bekannt als Monster im Schrank – ist die Manifestation der kindlichen Ängste in allen Zeiten und über alle Kulturen hinweg.

Es war schon immer da.

Wenn die Kinder in ihre Betten gebracht wurden, wartete es ab. Ihre kleinen Körper strahlten die Wärme und das Leben ab, die es so dringend brauchte. Es war ein Schatten, und nur im Schatten konnte es überleben. Wäre es hervorgekommen und hätte sich offen gezeigt, hätten die Frauen geschrien und die Männer es getötet. Und so wartete es, beobachtete, wie sich die Decken im Rhythmus der Atemzüge hoben und senkten, wie der Feuerschein oder das Licht einer Strassenlaterne ihre kleinen Gesichter in warmes Licht tauchte. Kein Laut störte die Stille, seinen ständigen Begleiter. Kinder hassen die Stille, denn sie wissen, dass in ihr das Böse lauert, ebenso wie im Schatten. Im Gegensatz zu den Erwachsenen, die vergessen haben, dass sie schon einmal hier waren, dass sie ein Teil eines ewigen Kreislaufs sind und eine Verbindung zu dem, was vor ihnen war, haben, können Kinder sehen. Sie wissen, dass noch mehr existiert als das, was wir alle sehen können. Sie nehmen die Zeit nicht im Fluss wahr, sondern erinnern sich an vergangene Tage, an das, was war.

Und doch haben die Menschen haben ES gemacht und genährt, über die Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg. Der Mensch fürchtet sich vor dem Dunkel der Nacht, vor den Schatten und der Abwesenheit von Licht. Er kann nicht sehen, was sich darin befindet, darum hat er das Licht gesucht, das Feuer gebändigt und es so weit gebracht, dass es immer und überall vorhanden ist. Doch gleichzeitig hat er das Dunkle noch dunkler gemacht, und zum Nährboden für all jenes werden lassen, das nicht sein darf, aber doch existiert.

Ein Kind, allein gelassen in der Nacht, erwacht aus einem Alptraum und ruft nach seinen Eltern – gleichzeitig wurde ES unter seinem Bett ins Leben gerufen, in der einen Stelle, wo das Licht niemals hinfällt. Jede Nacht, wenn irgendwo auf der Welt ein Kind schlecht geschlafen hat, wenn es sich vor dem Dunkeln fürchtet, wurde es größer und stärker.

Die Kinder wissen, dass es da ist. Es manifestiert sich auf unterschiedlichste Weise, mal als Schwarzer Mann, mal als körperloses Wesen, es lebt unter ihrem Bett, oder in der hintersten Ecke ihres Schranks und in der dunklen Zimmerecke, die auch tagsüber ein wenig dunkler ist als alle anderen. Es nährt sich von ihren Ängsten, es lauert, und es wartet. Denn eines Tages wird das Dunkel stärker sein. Weiterlesen

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A story and a character: Bring me to life – Von der Charaktererstellung

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Karnevals im Monat April mit dem Thema „Im Mutterleib“, begonnen von d6ideas

Startbeitrag bei rsp-blogs

Startbeitrag des Organisators

Eigentlich wollte ich ja die Kategorie „A story and a character“ für Charakterporträts aller Art nutzen, aber da sich Ceallan Sturmfeuer offensichtlich immer noch dagegen sträubt, aus meiner Feder zu fliessen (ich vermute, er nimmt mir den Druiden-Eintrag übel als Oberster „Druide“ ;)), ist mir spontan die Idee gekommen, mich mit einem Kernthema des Rollenspiels und des Schreibens zu beschäftigen: Dem Charakter.

Streichen wir mal die Pre-Gens, die man auf Cons oder in Spontanrunden erhält, und betrachten wir den eigenen Charakter für eine länger geplante Runde oder eine Kampagne, die über zwei oder mehr Abende gehen. (Ich nehme One-Shots bewusst mit auf, da beispielsweise auf den Tanelorn-Treffen auch „nur“ One-Shots gespielt werden, aber die Charaktere schon lange im Vorfeld vorbereitet werden).

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