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Wunsch ist Wunsch, Teil 3: Fantastischer Grusel

Auf der Suche nach dem Mörder darf der Spielleiter der Gruppe ruhig einige rote Heringe, also falsche Spuren, auslegen. In der ursprünglichen Runde waren es merkwürdige Runen, die an die Stallwand gemalt waren, aber teilweise verwischt worden waren. Es stellte sich heraus, dass die Schankmaid und der Knecht, der auch ihr Bruder war, damit den Winter beenden und den Frühling rufen wollten, während der Priester die falsch gezeichneten Runen wieder abwaschen wollte mit dem Argument, dass die falschen Runen sonst die entgegengesetzte Wirkung haben können und außerdem sei es ja seine Aufgabe, Schutzzauber zu zeichnen. Eine weitere Idee könnte ein kranker Soldat sein, der ähnliche Symptome wie das Kind zeigt, aber nur an einer Vergiftung durch gepanschten Alkohol leidet, oder andere NSCs, die verhindern wollen, dass die Charaktere bei ihrer Nachforschung auf illegale Geschäfte stoßen.

Falls bereits einer der Charaktere den Sohn des Kommandanten unter Verdacht hat, kann er das Kind untersuchen – gegenüber der Mutter sollte man dazu natürlich eine gute Ausrede parat haben. Bei der Untersuchung des Kindes findet sich zwischen dessen Zehen ein kleiner Holzsplitter, bei näherem Hinsehen lässt sich feststellen, dass er von dem Holz der Treppe des Haupthauses stammt. Seine Mutter gibt allerdings an, dass sie die ganze Nacht am Bett des Kindes gewacht habe, und sie habe nicht bemerkt, dass der Junge das Bett in irgendeiner Weise verlassen habe. Weiterlesen

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Wunsch ist Wunsch, Teil 1: Fantastischer Grusel

Mir wurde der Wunsch von Andreas (http://www.andreasmarcus.com/) zugelost:

„Ein Horrorszenario/Kurzabenteuer in einem klassischen Fantasysetting, dass sich gut für einen One-Shot (spielt sich an einem Abend durch) eignet“

That’s a tough one, I have to admit.

Ein Abenteuer, das nach Möglichkeit nur einen Abend lang dauert, geschenkt. Horror, auch kein Thema, ich spiele ja nun gerne Cthulhu und Unknown Armies, ersteres gerne mit selbsterdachten Szenarien. Aber Horror in einem Fantasysetting? Das ist schwierig, denn für mich ist eine klassische Fantasywelt bevölkert von Helden, die sich per se schon mal nicht wirklich fürchten und einen Vampir oder Werwolf herzhaft anlachen und dann mit einem magischen Artefakt besiegen, und armen Schluckern, die mehr oder minder an hochmittelalterliche Menschen angelegt sind, die sowieso vor allem Angst haben, was sich jenseits der Grenze ihres Dorfes, ihres Stadtviertels oder ihres Klosters befindet.

Also: Wunsch unerfüllt lassen? Absolutes No go, ich möchte ja auch, dass mein Wunsch erfüllt wird. Wunsch halb erfüllen? Noch einen Horror-Oneshot braucht mein Portfolio nicht wirklich, da sind schon welche drin.

Und während ich noch am „klassischen Fantasysetting“ knabbere und meinen Blog überfliege, muss ich mich fragen, ob ich manchmal von zwölf bis mittag denke (ich schiebe es auf den Umzugsstress..). Denn genau das, was Andreas sich wünscht, habe ich bereits einmal geleitet:

https://storiesandcharacters.wordpress.com/2012/08/30/malmsturm-die-chroniken-von-udyra-diary-of-sessions/

Ich weiß jetzt nicht genau, was mit „klassischem Fantasysetting“ gemeint ist (ja, ich hätte einfach fragen können, aber der Dezember kommt immer so schnell, und der Umzugsstress – ich hab es einfach versäumt), aber die „Chroniken von Udyra“ waren nie als solches angelegt. Für mich persönlich gehören zu „klassisch“ Elfen, Zwerge und Orks. Das macht aber insofern gar nichts, weil auch die in das Szenario gut eingebaut werden können.

Aber zurück zum Abenteuer: Grundprämisse des damaligen Abenteuers war das allseits bekannte und beliebte (weil relativ einfach) Closed-Room-Szenario. Die Idee, dass eine Gruppe Wanderer auf ihrer Wanderung durch die winterliche Landschaft in einem Fort oder einem ähnlichen abgeschlossenen Ort vorbeikommt und durch meist klimatische Widrigkeiten an der Weiterreise gehindert wird, ist allerdings ursprünglich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern der Plot des (recht kurzweiligen) kanadischen Horrorfilms „Ginger Snaps 3 (http://de.wikipedia.org/wiki/Ginger_Snaps_III_%E2%80%93_Der_Anfang). Ich hoffe, das stört den Wunschersteller nicht, aber ich muss ja nicht unbedingt das Rad erfinden, wenn eine Idee schon dreimal gut funktioniert hat (meinen Spielern damals hat die Runde jedenfalls viel Spaß gemacht, der Film lohnt ein Angucken, und unsere darauf basierende Dogs in the Vineyard-Runde war auch sehr spannend), wird sie auch mit Sicherheit ein viertes Mal funktionieren.

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Heredium: Operation „Hope“

Ausnahmsweise geht es hier nicht um meine eigenen Spiele, sondern um Heredium, eines meiner erklärten Lieblingsspiele, das zu leiten ich vor kurzem das Vergnügen hatte. Dies ist das Diary der Runde.

Vorbemerkung:
Die Idee hinter Operation Hope war mehr oder weniger eine Sandbox. Idee war eine Station auf dem Meeresgrund der Nordsee, eine Art „Deep Space Nine“ in der Welt von Heredium. Es ging mir neben einem spannenden Abenteuer auch darum, eine Geschichte zu erzählen, in der alle Nationen vorkommen. Vorgegeben war die Station und ein kleiner roter Faden, alles andere war Sache der Spieler.

Letztendlich hat es sich ergeben, dass meine Vorbereitung als SL darin bestand, die NSC auszuarbeiten mit ihren Motiven und Konzepten, so dass die Spielercharaktere nur noch in dieses Geflecht eingebaut werden mussten.

Die Spielercharaktere:
Dr. Deisuke Kobayashi, ein Forscher aus Hirohito City, der im Auftrag der Familie Harada nachsehen soll, ob das Geld gut angelegt ist

Naoki Wasabi, sein Cousin. Ein Debellator (Serpent / Venator). Verheimlicht natürlich seine wahre Identität

Katherine Rome, eine Silencer (Raging Bull). Ist mit einem Spezialauftrag nach Hope gekommen

Scott „The Gun“ McAllister. Ein Merc (Raging Bull), wurde aus Checkpoint geschickt, um an weiteren Planungen teilzunehmen und die Interessen der Raging Bull wahrzunehmen. Scott leidet an einer merkwürdigen Hautkrankheit.

Die Story:
Dr. Kobayashi und sein Cousin kommen auf der Station an. Dort treffen sie Scott McAllister, den Deisuke bereits aus Hirohito City kennt. Scott seinerseits ist in Begleitung einer Silencer namens Katherine, die mit ihm gemeinsam aus Checkpoint gekommen ist. Katherine soll im Auftrag einer gewissen Mrs. Valcroix nach deren Tochter suchen, zuletzt hat sie eine Spur bis nach Hope verfolgt. Diesen Auftrag verschweigt sie den anderen aber zunächst. Weiterlesen

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