Archiv der Kategorie: A story and a character

[Karneval der Rollenspielblogs] Driven by character

oder: Vom charakterzentrierten Spiel

Während ich Engors Fragebogen ausgefüllt habe, fiel mir eine Frage besonders auf:  Das Wertedilemma: Welche Werte passen zu einem NSC, der einen ebenbürtigen Gegenpol für die Spielercharaktere darstellt?

Ich habe sie bereits beantwortet in dem oben verlinkten Artikel, aber während ich das tat, kam mir ein ganz anderer Gedanke. Müssen die Gegenspieler und NSCs, die die Charaktere treffen, unbedingt immer Werte haben? Reicht es nicht aus, sie als reine Charaktere zu sehen? Und kann ein Spiel funktionieren, das sich rein auf die Charaktere an sich beruft? Und kann Tiefe entstehen, wenn ein Charakter sich nur durch Zahlen auszeichnet, und nicht durch eine Motivation und einen Hintergrund?
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 2

Und hier geht es gleich munter weiter mit der zweiten Hälfte der Fragen:

– Es sind zu viele! Wie organisiert man einen Überblick über eine große Anzahl an NSCs und wie stellt man dies den Spielern gegenüber dar?
Achja, jeder kennt das: Zwei NSCs unterhalten sich, und plötzlich hat man als Spielleiter das Gefühl, eine Art Bauchredner oder Bühnenkomiker zu sein. Sobald noch ein dritter NSC dazu kommt, wird es dann erst recht unübersichtlich. Einfachste Lösung: Die NSCs werden an die Spieler ausgelagert. Dazu muss natürlich klar sein, was die Ziele des NSC sind, und was ihn ausmacht, aber fünf Minuten für ein Briefing sollte ein SL haben, wenn er sich nicht über weite Strecken mit sich selbst unterhalten will.
Ähnlich ist auch unser SL bei unserer SR3-Runde vorgegangen, allerdings ging es dort um eine Kampfhandlung. Weil es für den Spielleiter nicht mehr möglich war, die Spielercharaktere und die Gang, die eben diese angriff, und weitere Gegner im Auge zu behalten, wurde die Gang kurzerhand an eine Spielerin ausgelagert, deren Charakter bereits bewusstlos war. Die Spielerin ging übrigens sehr in ihrer Rolle als Elfengang auf…
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 1

Ein Karneval, dessen Oberthema „Lebendige NSCs – wie man Figuren Tiefe verleiht“ ist, kann natürlich nicht ohne den Blog auskommen, in dessen Namen das Wort „character“ vorkommt. Wenn ich es schon nicht schaffe, meine Rubrik „A story and a character“ zu füllen, dann kann ich wenigstens Engors Karnevalsthema aufgreifen und mich mit der Frage beschäftigen, wie man denn nun den Statisten, den Stichwortgebern und dem Personal aus der zweiten Reihe eine Stimme und Substanz verleiht.
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A story and a character: Portrait of a lady

.. könnte man so sagen. Weil ich gerade irgendwie ein bißchen schreibfaul bin, aber neulich mal meine Rollenspielaufzeichnungen durchgegangen bin, hätte ich hier ein paar Charakterzeichnungen aus einer „Low Life“-Runde.

MadeleineKampfkakerlake

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31TageQuest: Tag 17

Wieder einmal so ein langer Titel, deshalb auch wieder im Fliesstext:

Gibt es einen Spieler oder Charakter, der Dir imponierte, und falls ja, hast du versucht ihm nachzueifern?

Puh. Ja, bestimmt. Weiss nicht. Hm. Schwierig.

Ähnlich wie Clawdeen und Doctore Domani kann ich mich da nicht wirklich auf DEN Spieler und/oder DEN Charakter festlegen.

Auch wenn meine Spielkarriere erst 11 kurze (dafür aber umso intensivere) Jahre umfasst, bin ich doch einigen Leuten begegnet, deren Spiel in mir ein Gefühl des „Wow!“ und auch ein bißchen des Neids („Warum kann ich das nicht?“) ausgelöst hat.

In meiner SR3-Runde gab es einen Spieler, der es geschafft hat, dass sein Charakter mir immer vollkommen plastisch vor Augen stand. Sein Magier war einfach ein richtig cooler netter Typ, und als er den Charaktertod gestorben ist, war ich echt traurig (zumal das auch das erste Mal war, dass ich es miterlebt hatte, das ein Charakter gestorben ist). Auch seine anderen Charaktere mochte ich gerne, und was mich nach wie vor fasziniert, ist die Tatsache, dass dieser doch  manchmal etwas konservativ wirkende Spieler es geschafft hat, das glaubhafteste süsseste Mädchen im Rollenspiel darzustellen, das mir jemals untergekommen ist.

Ein weiterer Spieler, der mir sehr gut in Erinnerung geblieben ist, war jemand, der es geschafft hat, aus seinen Szenen in PtA und My life with master kleine Theaterszenen zu machen. Das war bei letzterem so intensiv, dass ich wirklich fast vergessen habe, weiter meine NSC und den Master auszuspielen, weil ich ihm weiter beim Spielen zuschauen wollte.

Auch im Live sind mir viele beeindruckende Charaktere begegnet (und ein paar doofe..), und da fand ich besonders die Wandlungsfähigkeit der Leute beeindruckend. Im Fantasy-Larp weiss ich schon allein von der Kleidung her, dass da jetzt eine Elfe aus dem dunklen Wunderwald vor mir steht und nicht mehr Lieschen Müller, aber beim Vampire, wo oft Alltagsklamotten zum Einsatz kamen, ist das natürlich immer etwas schwieriger. Da war ich im Nachhinein beeindruckt, wieviel ein gutes Haargel ausmachen kann.. oder eine Sonnenbrille zur richtigen Zeit.

Übrigens: Wer sich fragt, wo Tag 14 und 16 sind: ADND 2nd und das Todeshörnchen.

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31TageQuest: Tag 13..

Hast Du jemals versucht ein eigenes Rollenspiel zu schreiben und wie weit bist Du gekommen?

Äh, das ist jetzt eine Fangfrage, oder? Eins?

Ich glaube, hätte ich nicht mal versucht und angefangen, welche zu schreiben, gäbe es diesen Blog gar nicht. Ich zähle mal auf…

1. Splash!: ursprünglich in der Tanelorn-Challenge 2008 entstanden, soll ein spielleiterloses Spiel werden, bei dem die Charaktere sich auf einer Kreuzfahrt gegenseitig das Leben schwer machen.

2. Meadow Explorers: aus der Setting-Challenge 2009, ein Setting, in dem man steampunkige Insekten spielt (als Regelsystem gibts PDQ#). Käfer und Libellen sind übrigens wirklich toll als Pen&Paper-Rasse 😉

3. Cathedral: Ein Endzeitsetting voller Mutanten, geheimnisvoller Krieger und Kathedralen. Hat sich mit PDQ ganz gut spielen lassen.

4. Chroniken von Udyra: Ein mittelalterliches Fantasysetting in einer Welt, in der die Götter Krieg gegeneinander führen.

5. Séol-mara: Der jüngste Erguss in meiner Sammlung. Ein noch systemloses Endzeit-Setting aus – wie könnte es anders sein – aus einer Challenge.

Gut, es sind also mehr Settings als Spiele, die ich geschrieben habe, aber fertig ist noch keins, egal welcher Gattung. Wer mehr über die einzelnen Titel wissen will, kann sich einfach mal hier auf dem Blog umgucken.

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31TageQuest: Tag 12 – Was für einer Deiner Charaktere sah auf dem Papier besser aus als er sich dann spielte?

Wenn ich mal die Pregens abziehe (ich habe ein Problem mit Charakteren, die ich nicht selber gebaut habe, mir fehlt da irgendwie die Beziehung zu), dann bleiben noch ungefähr drei Charaktere übrig.

1. Eldrid Johanne Larsen, mein 7te See-Charakter. Nettes junges Mädchen aus gutem Haus, jung verwitwet und Mutter eines kleinen Kindes. Muss ihr Erbe vor den Verwandten ihres verstorbenen Mannes schützen. Weil sie aber so süss und nett und jung ist, hat sie Gustav mitgenommen, Typ Hausdiener mit Schlägervergangenheit. Und das war der Fehler an dem Charakter, weil Eldrid nichts mehr gemacht hat außer als SC Staffage für einen NSC zu sein. Im Nachhinein hätte ich die beiden genau anders herum spielen müssen.

2. Eldrid Cynericsdohtor (ich habe eine Schwäche für den Namen, aber ich sollte es vielleicht in Zukunft vermeiden, meine SC so zu nennen..), eine Saxa-Schwertmaid in Hellfrost. Ein schrecklich trauriger melancholischer Charakter mit Todessehnsucht, der furchtbar genervt war von der lustigen Eostrepriesterin und dem eingebildeten Anari. Irgendwie passte sie nicht zur Gruppe, und wir haben nach einem Abenteuer auch nie mehr in dieser Besetzung weitergespielt. Hellfrost ist trotzdem zu einem meiner Lieblingssettings avanciert.

3. Ihan Tholin, ein Waldläufer in DND 3.5. Ich gebe zu, im Nachhinein war das auch die dümmste Idee, die ich jemals für einen Charakter hatte, denn Ihan war als wortkarger Einzelgänger konzipiert. Dummerweise sind ihm dann eine Drow, ein Zwerg mit Logorrhoe, eine verwirrte Luftgenasi und ein etwas schüchterner Magier zugelaufen, und er war irgendwie für diesen Haufen verantwortlich – it wie ot, weil ausser dem Drow-Spieler niemand sich so recht verantwortlich gefühlt hat, und die Drow konnte aus verständlichen Setting-Gründen nicht so den grossen Max markieren.

Ich habe irgendwann angefangen, mir meine Wörter abzuzählen, weil ich in der Rolle bleiben wollte, genützt hat es aber nix. Er ist gemeinsam mit dem Magier von Goblins gefangengenommen und umgebracht worden. Insgesamt hat diese Runde nicht gerade zu meinem Spaß an DND 3.5 beigetragen, aber da spielten auch noch einige andere Faktoren hinein.

Lustig war allerhöchstens, wie der Spieler der Drow und ich die Genasi-Spielerin verwirrt haben, wenn wir nebeneinander auf dem Sofa sassen. „Sie- “ – „Also ich?“ – „Nein, er, also sie, also du..“ – „It oder ot?“

Eins hab ich aber bei allen drei Charakteren gelernt: Ich bin sehr schlecht darin, zurückhaltende Charaktere zu spielen, das liegt mir einfach nicht. Ich bin lieber mittendrin im Geschehen als als Zuschauer am Rand.

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31TageQuest: Tag 7 – Erzähl von Deinem Lieblings – Rollenspielcharakter

Wie ich bereits hier erwähnte, habe ich beim Lieblings-Charakter zwischen meiner Schamanin und den Herren Skriptoren geschwankt. Da ich die Schamanin aber wesentlich länger gespielt habe (insgesamt müssen das so an die drei Jahre gewesen sein), gewinnt sie den Platz als mein Lieblings-Rollenspielcharakter.

Tanu war eine Katzenschamanin, und mein erster eigener SR3-Charakter. Vorher hatte ich zwar schon eine Ki-Adeptin, aber die war eher eine Idee des Spielleiters als meine, und daher war ich auch nicht wirklich traurig, als sie ein Abenteuer nicht überlebte. Also durfte ich mir für den nächsten Run (wir spielten gerade „Harlequin“) einen neuen Charakter bauen, und heraus kam eine 1,80m grosse, rothaarige Frau mit einem Faible für Katzen und weisse Hosenanzüge (die natürlich nicht beim Run getragen wurden, aber man muss ja auch mal ab und an mit dem Johnson verhandeln). Tanu hiess eigentlich Taina und hatte estnische Wurzeln (ich habe keine Ahnung, wie ich darauf gekommen bin, ich war noch in meinem Leben in Estland) sowie eine geheimnisvolle Vergangenheit als Strassenkind, was ihre Abneigung gegen Schmutz erklärte. Im Runnerteam hatte sie eher wenige wirkliche Freunde, weil sie kein Mensch war, der leicht Freundschaften schliesst, aber zumindest der Troll Tweety hatte sie irgendwie ins Herz geschlossen und sie versucht zu beschützen, wo es ging.

Das war natürlich lange nicht alles, was es zu Tanu zu sagen gibt. Tatsächlich habe ich nie vorher (gut, es gab auch vorher nicht viele Charaktere) und nachher soviel Aufwand in einen Charakter und seine Geschichte gesteckt. Die Connections, die Wissensfertigkeiten, der Fluff – das war alles aufeinander abgestimmt und mehrere Seiten lang. Sogar ein eigenes Abenteuer hätte ich um diesen Charakter stricken können, und ich habe auch mal überlegt, ein Buch mit dieser Geschichte zu schreiben. Aber irgendwie wurde daraus wie aus so vielen Dingen nichts, und die SR-Runde gibt es auch schon lange nicht mehr. Trotzdem wird Tanu immer mein Lieblings-Rollenspielcharakter bleiben.

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31TageQuest: Tag 5 – Was ist Deine Lieblings – Rollenspielklasse?

Ich bin unsicher, ob es die Schamanin ist oder der Scriptor, aber wie man es dreht und wendet: Lustige Zaubertricks müssen schon sein. Und weil meine Katzen-Schamanin Tanu die Challenge um den Platz als mein liebster Rollenspiel-Charakter gewinnt und deswegen noch etwas warten muss, bis ich von ihr erzähle, dürfen jetzt die Battle Brothers Gabriel und Akhenaton nach vorne kommen und sich vorstellen. Ja, ich mag Space Marines. Nein, das ist nicht so ein Mädchending. Nein, ich wollte noch nie einen weiblichen Space Marine. Warum auch? Ich habe zwar immer noch keine Ahnung, was mich an diesem Setting so fasziniert, aber ich habe Rotz und Wasser geheult, als Horus vom Imperator abgefallen ist und war gleich dabei, als es darum ging, Deathwatch zu spielen. Und irgendwie hat mich die Vorstellung eines dunkelgrün gepanzerten Marines mit weisser Kutte und geflügeltem Schwert auf dem Schulterpanzer am meisten fasziniert. Wenn er ausserdem auch noch Blitze aus seinen Fingern schiessen lassen kann, um so besser. Einen Spielabend später stand Bruder Gabriel, Scriptor der Dark Angels, auf dem Charakterbogen. In unserer ersten Runde hat er sich nicht so viele Freunde gemacht (besonders der Apothecarius mochte ihn nicht – oder war es eher der Spieler?), weil er natürlich immer in erster Reihe stand und einen Feind des Imperiums nach dem anderen gegrillt hat. Jeden Abend hat die Gruppe Stossgebete ausgestossen, damit auf der entsprechenden Tabelle das Resultat nicht „Ein Dämonenprinz erscheint und verfrühstückt das gesamte Team“ lautete.

Weil aber alles Staub ist, habe ich mir für die zweite Runde einen neuen Psioniker zugelegt. Bruder Akhenaton (merke: spiele niemals mit warhammer-affinen Geschichtsstudenten, die durchschauen sofort, zu welchem Chapter der Black Shield gehört hat) trat auf den Plan, ein netter besonnener Mann, der einzig ab und an durch ein merkwürdiges blaues Glühen in den Augenöffnungen seines Helms auffiel (nicht rummosern, das war Fluff) und die Tatsache, dass er eben keine Ordenszugehörigkeit mehr hat (sowie durch eine leidenschaftlich gepflegte Feindschaft zu Bruder Sigurd, aber hey, schliesslich hatten seine Brüder Akhenatons Brüdern den Planeten unterm Hintern angezündet). Akhenaton war ansonsten auch das krasse Gegenteil zu seinem Kollegen von den dunklen Engeln, aber das hat mir gezeigt, wieviel Spaß man mit ein und derselben Klasse haben kann, wenn man sie entsprechend ausspielt.

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A story and a character: Bring me to life – Von der Charaktererstellung

Dieser Artikel ist Teil des Blog-Karnevals im Monat April mit dem Thema „Im Mutterleib“, begonnen von d6ideas

Startbeitrag bei rsp-blogs

Startbeitrag des Organisators

Eigentlich wollte ich ja die Kategorie „A story and a character“ für Charakterporträts aller Art nutzen, aber da sich Ceallan Sturmfeuer offensichtlich immer noch dagegen sträubt, aus meiner Feder zu fliessen (ich vermute, er nimmt mir den Druiden-Eintrag übel als Oberster „Druide“ ;)), ist mir spontan die Idee gekommen, mich mit einem Kernthema des Rollenspiels und des Schreibens zu beschäftigen: Dem Charakter.

Streichen wir mal die Pre-Gens, die man auf Cons oder in Spontanrunden erhält, und betrachten wir den eigenen Charakter für eine länger geplante Runde oder eine Kampagne, die über zwei oder mehr Abende gehen. (Ich nehme One-Shots bewusst mit auf, da beispielsweise auf den Tanelorn-Treffen auch „nur“ One-Shots gespielt werden, aber die Charaktere schon lange im Vorfeld vorbereitet werden).

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