Wunsch ist Wunsch, Teil 3: Fantastischer Grusel

Auf der Suche nach dem Mörder darf der Spielleiter der Gruppe ruhig einige rote Heringe, also falsche Spuren, auslegen. In der ursprünglichen Runde waren es merkwürdige Runen, die an die Stallwand gemalt waren, aber teilweise verwischt worden waren. Es stellte sich heraus, dass die Schankmaid und der Knecht, der auch ihr Bruder war, damit den Winter beenden und den Frühling rufen wollten, während der Priester die falsch gezeichneten Runen wieder abwaschen wollte mit dem Argument, dass die falschen Runen sonst die entgegengesetzte Wirkung haben können und außerdem sei es ja seine Aufgabe, Schutzzauber zu zeichnen. Eine weitere Idee könnte ein kranker Soldat sein, der ähnliche Symptome wie das Kind zeigt, aber nur an einer Vergiftung durch gepanschten Alkohol leidet, oder andere NSCs, die verhindern wollen, dass die Charaktere bei ihrer Nachforschung auf illegale Geschäfte stoßen.

Falls bereits einer der Charaktere den Sohn des Kommandanten unter Verdacht hat, kann er das Kind untersuchen – gegenüber der Mutter sollte man dazu natürlich eine gute Ausrede parat haben. Bei der Untersuchung des Kindes findet sich zwischen dessen Zehen ein kleiner Holzsplitter, bei näherem Hinsehen lässt sich feststellen, dass er von dem Holz der Treppe des Haupthauses stammt. Seine Mutter gibt allerdings an, dass sie die ganze Nacht am Bett des Kindes gewacht habe, und sie habe nicht bemerkt, dass der Junge das Bett in irgendeiner Weise verlassen habe. Weiterlesen

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Wunsch ist Wunsch, Teil 2: Fantastischer Grusel

und hier Teil 2 des Wunsches, das eigentliche Abenteuer:

Die Charaktere (am besten kennt die Gruppe sich bereits, auch bei „frischen“ Charakteren geht so etwas recht schnell über ein, zwei Verbindungen, bei FATE gehört es sogar zur Charaktererschaffung dazu) sind im Winter unterwegs, ein dringender Auftrag zwingt sie dazu (jemand liegt im Sterben, ein Angriff einer feindlichen Macht droht, eine Naturkatastrophe hat sich ereignet..). Das Wetter wird immer schlechter, aber bevor sie im Wald ihr Lager aufschlagen müssen, erreichen sie das rettende Fort.

Wenn der Spielleiter möchte, kann im Wald bereits eine erste unheimliche Begegnung stattfinden – unheimliches Heulen, obwohl „doch jeder weiß, dass es in diesem Teil der Welt keine Wölfe gibt“, Stimmen, die aus dem Nichts kommen, oder merkwürdige Lichter, die hinter den Bäumen herumgeistern und unmöglich natürlichen Ursprungs sein können. Vielleicht hat einer der Charaktere eine Legende parat über die Gegend, sollten Elfen oder Zwerge (oder ein beliebiges anderes Fantasyvolk) in der Gruppe sein, können diese ihren Mitreisenden ein mulmiges Gefühl verursachen, indem sie bekannt geben, dass in ihrem Volk die Gegend als „verflucht“ gilt, und der Name in ihrer Sprache etwas Unheimliches bedeutet (Tod, Leid, Verderben, etc.. ein beliebiger Thesaurus sollte da eine Menge hergeben). Weiterlesen

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Wunsch ist Wunsch, Teil 1: Fantastischer Grusel

Mir wurde der Wunsch von Andreas (http://www.andreasmarcus.com/) zugelost:

„Ein Horrorszenario/Kurzabenteuer in einem klassischen Fantasysetting, dass sich gut für einen One-Shot (spielt sich an einem Abend durch) eignet“

That’s a tough one, I have to admit.

Ein Abenteuer, das nach Möglichkeit nur einen Abend lang dauert, geschenkt. Horror, auch kein Thema, ich spiele ja nun gerne Cthulhu und Unknown Armies, ersteres gerne mit selbsterdachten Szenarien. Aber Horror in einem Fantasysetting? Das ist schwierig, denn für mich ist eine klassische Fantasywelt bevölkert von Helden, die sich per se schon mal nicht wirklich fürchten und einen Vampir oder Werwolf herzhaft anlachen und dann mit einem magischen Artefakt besiegen, und armen Schluckern, die mehr oder minder an hochmittelalterliche Menschen angelegt sind, die sowieso vor allem Angst haben, was sich jenseits der Grenze ihres Dorfes, ihres Stadtviertels oder ihres Klosters befindet.

Also: Wunsch unerfüllt lassen? Absolutes No go, ich möchte ja auch, dass mein Wunsch erfüllt wird. Wunsch halb erfüllen? Noch einen Horror-Oneshot braucht mein Portfolio nicht wirklich, da sind schon welche drin.

Und während ich noch am „klassischen Fantasysetting“ knabbere und meinen Blog überfliege, muss ich mich fragen, ob ich manchmal von zwölf bis mittag denke (ich schiebe es auf den Umzugsstress..). Denn genau das, was Andreas sich wünscht, habe ich bereits einmal geleitet:

https://storiesandcharacters.wordpress.com/2012/08/30/malmsturm-die-chroniken-von-udyra-diary-of-sessions/

Ich weiß jetzt nicht genau, was mit „klassischem Fantasysetting“ gemeint ist (ja, ich hätte einfach fragen können, aber der Dezember kommt immer so schnell, und der Umzugsstress – ich hab es einfach versäumt), aber die „Chroniken von Udyra“ waren nie als solches angelegt. Für mich persönlich gehören zu „klassisch“ Elfen, Zwerge und Orks. Das macht aber insofern gar nichts, weil auch die in das Szenario gut eingebaut werden können.

Aber zurück zum Abenteuer: Grundprämisse des damaligen Abenteuers war das allseits bekannte und beliebte (weil relativ einfach) Closed-Room-Szenario. Die Idee, dass eine Gruppe Wanderer auf ihrer Wanderung durch die winterliche Landschaft in einem Fort oder einem ähnlichen abgeschlossenen Ort vorbeikommt und durch meist klimatische Widrigkeiten an der Weiterreise gehindert wird, ist allerdings ursprünglich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern der Plot des (recht kurzweiligen) kanadischen Horrorfilms „Ginger Snaps 3 (http://de.wikipedia.org/wiki/Ginger_Snaps_III_%E2%80%93_Der_Anfang). Ich hoffe, das stört den Wunschersteller nicht, aber ich muss ja nicht unbedingt das Rad erfinden, wenn eine Idee schon dreimal gut funktioniert hat (meinen Spielern damals hat die Runde jedenfalls viel Spaß gemacht, der Film lohnt ein Angucken, und unsere darauf basierende Dogs in the Vineyard-Runde war auch sehr spannend), wird sie auch mit Sicherheit ein viertes Mal funktionieren.

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Wunsch ist Wunsch..

.. kommt am Wochenende. Ist noch nicht ganz fertig, macht aber definitv Spaß (also mir bisher). Stay tuned.

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Roman-tisch

Ja, das ist ein unglaublich dummes Wortspiel, ich gebe es zu, aber es beschreibt das, was mir vorschwebt.

Ich bin eine Atmotante, eine Märchenerzählerin und Weltenbauerin. Ich bin keine Freundin großer Regeldiskussionen und von Berechnungen ausgewogener Würfel, und Handlungsanweisungen schreibe ich schon bei der Arbeit.

Lange Rede, kurzer Sinn: Auch wenn mir PDQ viel Spaß macht, Regeln an Geschichten flanschen ist nicht mein Ding, und so werden zumindest Cathedral und mein Endzeitsetting Seòl-mara (aus der Tanelorn-Challenge 2012) ihren Weg aus der Rollenspielecke in die Romanecke antreten. Seòl-mara würde ich dabei gerne zum Schauplatz meiner Shared World machen (siehe hier)

Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht in diesen Welten spielen dürfte, aber die Regelbücher muss dann jemand anderer schreiben.

Bei den Chroniken von Udyra hat sich das Spielen als zu schön erwiesen, als dass ich da den Fokus vom Rollenspiel weg legen möchte, aber falls jemand winterliche Sword and Sorcery im Hellfrost-Stil mag und sich zu Fate berufen fühlt, darf er oder sie mir gerne unter die Arme greifen.

Meadow Explorers bleibt auch ein Rollenspiel, aber gerade fehlt mir da die Inspiration. Vermutlich, weil es auf den Herbst zugeht und außer Fliegen und Spinnen gerade nicht mehr soviel unterwegs ist..

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[Karneval der Rollenspielblogs] 1W6 Locations..

.. in der Postapokalypse.

1 – Auf dem Autofriedhof, auf der Suche nach Ersatzteilen
2 – In der verfallenen Fabrik
3 – In einem berühmten verfallenen Bauwerk, immer auf der Suche nach Vorräten und im Schutz der Dunkelheit, denn viele verschiedene Gruppierungen teilen sich das Gebäude, und nicht alle sind Dir freundlich gesonnen
4 – Im Bunker
5 – Im Schutz der Wälder
6 – Im Wüstenlager der Nomaden, bei denen du die Ersatzteile gegen andere wichtige Güter tauschst

Dies ist ein Beitrag zum Karneval der Rollenspielblogs im Monat Oktober, gestartet von Blechpirat, zum Thema „Orte“.

Startbeitrag im Forum von rsp-blogs

Startbeitrag auf Richtig spielleiten!

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[Karneval der Rollenspielblogs] Driven by character

oder: Vom charakterzentrierten Spiel

Während ich Engors Fragebogen ausgefüllt habe, fiel mir eine Frage besonders auf:  Das Wertedilemma: Welche Werte passen zu einem NSC, der einen ebenbürtigen Gegenpol für die Spielercharaktere darstellt?

Ich habe sie bereits beantwortet in dem oben verlinkten Artikel, aber während ich das tat, kam mir ein ganz anderer Gedanke. Müssen die Gegenspieler und NSCs, die die Charaktere treffen, unbedingt immer Werte haben? Reicht es nicht aus, sie als reine Charaktere zu sehen? Und kann ein Spiel funktionieren, das sich rein auf die Charaktere an sich beruft? Und kann Tiefe entstehen, wenn ein Charakter sich nur durch Zahlen auszeichnet, und nicht durch eine Motivation und einen Hintergrund?
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 2

Und hier geht es gleich munter weiter mit der zweiten Hälfte der Fragen:

– Es sind zu viele! Wie organisiert man einen Überblick über eine große Anzahl an NSCs und wie stellt man dies den Spielern gegenüber dar?
Achja, jeder kennt das: Zwei NSCs unterhalten sich, und plötzlich hat man als Spielleiter das Gefühl, eine Art Bauchredner oder Bühnenkomiker zu sein. Sobald noch ein dritter NSC dazu kommt, wird es dann erst recht unübersichtlich. Einfachste Lösung: Die NSCs werden an die Spieler ausgelagert. Dazu muss natürlich klar sein, was die Ziele des NSC sind, und was ihn ausmacht, aber fünf Minuten für ein Briefing sollte ein SL haben, wenn er sich nicht über weite Strecken mit sich selbst unterhalten will.
Ähnlich ist auch unser SL bei unserer SR3-Runde vorgegangen, allerdings ging es dort um eine Kampfhandlung. Weil es für den Spielleiter nicht mehr möglich war, die Spielercharaktere und die Gang, die eben diese angriff, und weitere Gegner im Auge zu behalten, wurde die Gang kurzerhand an eine Spielerin ausgelagert, deren Charakter bereits bewusstlos war. Die Spielerin ging übrigens sehr in ihrer Rolle als Elfengang auf…
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[Karneval der Rollenspielblogs] A character and a questionnaire, pt. 1

Ein Karneval, dessen Oberthema „Lebendige NSCs – wie man Figuren Tiefe verleiht“ ist, kann natürlich nicht ohne den Blog auskommen, in dessen Namen das Wort „character“ vorkommt. Wenn ich es schon nicht schaffe, meine Rubrik „A story and a character“ zu füllen, dann kann ich wenigstens Engors Karnevalsthema aufgreifen und mich mit der Frage beschäftigen, wie man denn nun den Statisten, den Stichwortgebern und dem Personal aus der zweiten Reihe eine Stimme und Substanz verleiht.
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Schnitzel-Auflösung

Hier habe ich nach dem Namen einer Band gefragt, die basierend auf ihren Texten ein eigenes Rollenspiel veröffentlich hat. Der erste Buchstabe des Namens war Teil des Lösungswortes für die Schnitzeljagd.

Die Band heißt natürlich Abney Park, und somit war das „a“ der gesuchte Buchstabe.

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